Ablauf der Behandlung

Vor der Behandlung
Vor der ersten Konsultation erhält der Patient einen kleinen Fragebogen, damit er bereits vor der Behandlung wichtige Informationen über seine Krankheitsbiographie und die der Verwandtschaft zusammentragen kann. Nicht nur die gegenwärtige Verfassung ist von Bedeutung, sondern die gesamte Geschichte von der Kindheit bis zum heutigen Zeitpunkt.

Ebenfalls soll der Patient seine Beschwerden vermehrt beobachten. Vor allem folgende Angaben sind wichtig:

  • Seit wann bestehen die Beschwerden?
  • Wann treten sie auf?
  • Gibt es bestimmte Situationen oder Ursachen, welche die Beschwerden auslösen?
  • Was lindert, was verschlimmert? Z.B. Kälte, Wärme, Wetter, bestimmte Nahrungsmittel, Stress, usw.


Das erste Gespräch

Beim ersten Besuch wird eine komplette Fallaufnahme erstellt. Das Ziel des Gesprächs ist es, den Patienten in seiner Gesamtheit zu erfassen und die Zusammenhänge der Entstehung der Erkrankung aufzuzeigen. Dieses Gespräch dauert in der Regel 1- 1 ½ Stunden.

Es wird einerseits eingehend über die aktuellen Beschwerden gesprochen. Für eine komplette Fallaufnahmen muss der Patient jedoch in seiner Gesamtheit erfasst werden. Deshalb sind weitere Angaben über Körper und Psyche äusserst wichtig. Zum Beispiel:

  • weitere Beschwerden
  • Schlaf
  • Magen-/Darmsymptome
  • Menstruation
  • Temperaturhaushalt
  • Psychische Beschwerden
  • Temperament
  • etc.

Nach dem Gespräch wird die Fallaufnahme ausgewertet (Repertorisation). Alle zusammengetragenen Informationen ergeben ein möglichst vollständiges Bild des Patienten. Es ist, wie wenn man einzelne Mosaiksteine zu einem Bild zusammenfügt. Je mehr Steine (Informationen) zur Verfügung stehen, umso deutlicher wird das Bild. Dasjenige Mittel, dass für den Patienten in seiner Gesamtheit am besten passt, wird ausgewählt und per Post zugesandt.

Dosierung des Mittels
Die Dosierung des Mittels wird individuell angepasst. Sie richtet sich nach dem Zustand und der Erkrankung des Patienten. Entweder werden Globuli (Streukügelchen) oder Tropfen verabreicht. Die höheren Potenzen wirken in der Regel tiefer und müssen weniger oft wiederholt werden. Oft wirkt eine einzige Dosis von 5 Globuli über mehrere Wochen und Monate.

Die Folgekonsultationen
Die Häufigkeit der Besuche richtet sich nach der Erkrankung des Patienten. Die Folgekonsultationen dauern in der Regel ½ bis 1 Stunde. Bei chronischen Beschwerden wird etwa alle 2-3 Monate ein Gespräch stattfinden. Bei akuten Erkrankungen ist der Kontakt wesentlich häufiger. Bei Bedarf können zwischendurch auch telefonische Konsultationen sinnvoll sein.

In der Folgekonsultation gilt es festzustellen, wie das homöopathische Mittel gewirkt hat und was sich verändert hat. Es ist von äusserster Wichtigkeit, dass sich der Patient in der Zwischenzeit gut beobachtet hat und möglichst umfassend berichten kann.

Nach dem Gespräch wird ausgewertet und entschieden, ob das gleiche Mittel in der gleichen Dosierung wiederholt, die Dosierung erhöht oder verringert werden muss. Ebenfalls wird untersucht, ob ein neues Mittel angezeigt ist.